Historie des Gasthofs


Vor 1880
Den Gasthof im heutigen Ortsteil Dreihansen muß es aller Wahrscheinlichkeit nach schon viele Jahre vor seiner ersten aktenkundigen Erwähnung gegeben haben. In der Blütezeit der "Sächsischen Schieferbruchcompanie" war er mit Sicherheit auch Treffpunkt der zahlreichen Schieferbrecher, welche damals in diesem Gebiet ihrer schweren Arbeit nachgingen. Auch in noch früherer Zeit hat an dieser Stelle sicher eineSchankwirtschaft gestanden, denn 1870 galt der Ortsteil Dreihansen noch als selbständiges Dorf, das Vorhandensein eines Dorfgasthofes liegt hierbei sehr nahe.
Über die Zeit vor 1880 liegt leider kein Aktenmaterial vor. Fest steht allerdings, daß sich die Gast- und Schankwirtschaft in Dreihansen in der Ortsl. 629 cat. um 1880 im Besitz eines gewissen Herrn Hermann Ficker befand.


17. Juli 1889
Carl Ernst Wendler und seine Ehefrau Anna Auguste, seit 1865 Wirtsleute in der Lößnitzer Gastwirtschaft "Garküche" haben das Gasthofsgrundstück Nr. 629 cat. in Dreihansen erworben.


Frühjahr 1892
Ein Brand zerstört den überwiegenden Teil des Gasthofes.


26. Oktober 1892
Am Rohbau des wiederaufgebauten Gasthofes erfolgt die Bauabnahme. Das Protokoll erwähnt erhebliche Baumängel.


20. Juni 1893
Nach längerer Pause findet auf dem Gasthofsgrundstück wieder das traditionelle "Vogelschießen" statt.

11. Dezember 1896
Max Richard Georgi aus Neukirchen hat den Gasthof käuflich erworben und erhält vom Stadtrat die Schankkonzession.


6. März 1900
Frau Emilie Gruner erhält die Schankkonzession.


9. Juli 1912
Oswin Robert Lindner und seine Frau Wilma Pauline bewerben sich um den Gasthof und erhalten am 26. Juli die Schankkonzession, gebunden an einen Jahreskonzessionszins 40,- Mark.


Juni 1914
Die Stadtbrauerei Lößnitz übernimmt den Gasthof.


1914 - 1921
Verschiedene Pächter bewirtschaften den Gasthof.


1921
Max Alwin Richter aus Lößnitz erwirbt den Gasthof, seine Frau erhält im Jahre 1923 die Schankkonzession.


1. März 1926
Ernst August Gruner erwirbt das Gasthausgrundstück von Max Richterkäuflich.


17. August 1926
Ernst August Gruner erhält die Gewerbeerlaubnis zum Betreiben der Schankwirtschaft, einschließlich Branntweinausschank.


1927 - 1939
Alljährlich findet im Garten des Gasthofes das traditionelle Vogelschießen mit Armbrust statt.


April 1945
Bei einem Flugzeugabsturz im Ortsteil Dreihansen wird der Gasthof Dreihansen leicht beschädigt.


1. August 1945
Nach notdürftiger Reparatur wird der Gasthof wieder geöffnet.


1946 - 1948
Zeitweilig werden in den Räumen Bergleute der Wismut AG untergebracht. Später wird der Gasthof auch als Kinderferienlager genutzt.


1968
Klaus Reinhold und seine Ehefrau Helga, geb. Gruner, übernehmen den Gasthof Dreihansen als neue Wirtsleute.


Februar 1993
Die neue Pension gegenüber dem Gasthof ist fertiggestellt, zugleich feiern Helga und Klaus Reinhold ihr 25jähriges Geschäftsjubiläum.


1. März 1996
Der Gasthof Dreihansen befindet sich 70 Jahre im Familienbesitz.